WAZ: Lehrplan ist kein Fertigmenü. Kommentar von Silke Hoock

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Unterricht soll Verbraucherwissen vermitteln. Die
Grünen in NRW begründen ihren Vorstoß tatsächlich mit der
Twitter-Meldung einer Kölner Schülerin, die beklagt hatte, sie habe
keine Ahnung von Steuern und Miete, könne aber eine Gedichtsanalyse
in vier Sprachen schreiben. Ganz ehrlich, eine Schülerin muss sich
nicht in Mietrecht auskennen und die Steuererklärung dürfte erst im
Berufsleben Thema sein. Wer vier Sprachen beherrscht, der sollte das
später problemlos schaffen. Lehrpläne sind längst keine Fertigmenüs
mehr. Jede Schule muss selbst entscheiden, wie sie Kompetenzen
vermittelt. Vielleicht muss Unterricht besser auf die Schüler
abgestimmt werden. So sollte gesunde Ernährung überall, aber
besonders in bildungsfernen Milieus Unterrichtsstoff sein. Doch jeder
Inhalt ist nur so gut wie der Lehrer, der ihn vermittelt. Ist er
engagiert, nimmt er seine Schüler ernst, folgen sie ihm. Wenn nicht,
dann erreicht der neue, zusätzliche Stoff nichts und niemanden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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