WAZ: Neues Nachdenkenüber die Droge. Kommentar von Matthias Korfmann zu Cannabis

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Der Staat oder Apotheker als Dealer? Cannabis für
alle? Kiffen ohne Angst vor der Polizei? Gerade Eltern von
Heranwachsenden dürfte bei dieser Vorstellung mulmig werden. Wie
sollen sie Sohn und Tochter raten, auf Drogen zu verzichten, wenn der
Konsum immer üblicher und am Ende sogar erlaubt ist? Cannabis ist
offenbar kurz davor, zum normalen Genussmittel aufzusteigen. Dennoch
gibt es gute Argumente für eine Legalisierung. Denn wer dealt, wenn
es nicht der Staat oder Apotheker tun? Sicher nicht die, mit denen
Heranwachsende Kontakt haben sollten. Eine kontrollierte Abgabe von
Cannabis ließe die Qualitätskontrolle des Produktes zu. Das wäre
wichtig, denn nicht selten enthält Cannabis heutzutage extrem hohe
Mengen des Wirkstoffes THC sowie weitere gefährliche Inhaltsstoffe.
Trotz des Cannabis-Verbotes, das Polizei, Justiz und anderen Behörden
viel Arbeit beschert, wird diese Droge in großen Mengen konsumiert.
Der Erfolg der Prohibition bleibt aus. Vielleicht ist es tatsächlich
an der Zeit, neue Wege in der Drogenpolitik zu beschreiten. Die alten
führen nicht zum Ziel.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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