WAZ: Ohnmächtig gegen Banden – Kommentar von Tobias Blasius zu Einbrüchen

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Die Entwicklung der Wohnungseinbruchszahlen in NRW
ist dramatisch. Ein Anstieg um fast 40 Prozent in nur fünf Jahren
lässt nicht mehr viel politischen Interpretationsspielraum. Die
Polizei im bevölkerungsreichsten Bundesland wirkt im Kampf gegen
mobile internationale Banden immer ohnmächtiger.

Die Großstädte der Rhein-Ruhr-Region werden immer häufiger zum
Ziel reisender Täter. Auch wenn die Landesregierung Kampagnen zur
Haussicherung („Riegel vor“) aufgelegt und das Landeskriminalamt in
Stellung gebracht hat, wird man das Gefühl nicht los, dass die
Ermittlungsarbeit längst nicht mehr Schritt halten kann.

Gewiss gibt es Gründe jenseits der Landespolitik für die fatale
Entwicklung: das Wohlstandsgefälle in Europa etwa, die offenen
Grenzen, eine zunehmende Professionalisierung der Kriminellen. Die
Opfer tröstet das nicht. Wohnungseinbrüche sind nicht irgendeine
Deliktsgruppe. Die Erfahrung von Schutzlosigkeit in der Privatsphäre
nährt subjektive Kriminalitätsangst.

Für die NRW-Polizei habe der Kampf gegen Einbrecher „höchste
Priorität“, erklärte Innenminister Jäger gestern. Irgendwann sollte
sich das auch in der Kriminalitätsstatistik spiegeln.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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