WAZ: Parteirebell Robert Zion verlässt NRW-Grüne aus Protest gegen Asylpolitik

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Der als Parteirebell bekannt gewordene Robert Zion
hat die nordrhein-westfälischen Grünen aus Protest gegen die
Zustimmung des Landesverbandes zum Asylkompromiss der Bundesregierung
verlassen. „Die Zustimmung meines Landesverbandes zu dieser falschen
Politik trage ich nicht länger mit“, erklärte Zion gegenüber der
Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagausgabe).

Er sei zum Kreisverband Weimar gewechselt und gehöre nun den
Thüringer Grünen an. Die rot-rot-grüne Landesregierung von
Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in Thüringen hatte dem
Asylkompromiss vor drei Wochen im Bundesrat die Zustimmung
verweigert.

Der Gelsenkirchener Zion hatte sich als Parteirebell einen Namen
gemacht, als er 2007 den Göttinger Sonderparteitag der Grünen zum
Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr beantragte und sich dort in einer
Kampfabstimmung gegen die Parteispitze durchsetzte.

2017 will sich Zion um die Spitzenkandidatur der Grünen bei der
Bundestagswahl bewerben. Der 49-Jährige war von 2008 bis 2011
Sprecher der Gelsenkirchener Grünen und gehörte bis 2014 dem
NRW-Landesvorstand an.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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