WAZ: Perspektiven fürs Bleiben. Kommentar von Wilfried Goebels zu Flüchtlingen

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Deutschland sucht händeringend qualifizierte
Fachkräfte. Da wäre es widersinnig, gut ausgebildete Asylbewerber
einfach abzuschieben, während gleichzeitig kein Nachwuchs für offene
Stellen zur Verfügung steht. Die zuletzt vom Bundesrat verabschiedete
Reform des Aufenthaltsgesetzes öffnet den seit Jahren unter uns
lebenden, gut integrierten Flüchtlingen Türen, um aus der Duldung ein
dauerhaftes Bleiberecht zu machen. Weil Deutschland jedoch nicht alle
Armutsflüchtlinge der Welt aufnehmen kann, muss es auch künftig
Begrenzungen geben. Zunächst aber muss die Beschleunigung der
Asylverfahren im Vordergrund stehen, damit Einwanderer schnell
Klarheit haben und Flüchtlingsheime möglichst nicht länger fehlbelegt
werden. Für motivierte Asylbewerber – wie die kleine Reem aus dem
Libanon – muss es aber Perspektiven zum Bleiben geben. Schon in
unserem eigenen Interesse. Es ist absurd, leistungsbereite, lange bei
uns lebende Menschen wegzuschicken. Auf Dauer wird auch ein
Einwanderungsgesetz mit festen Quoten für qualifizierte Zuwanderer
kein Tabu bleiben.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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