WAZ: Sicherheit bleibt auf der Strecke – Kommentar von Matthias Korfmann zu Grenzkontrollen

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Nicht wenige Bürger dürften vermuten, dass die
Grenzen zu Belgien und zu den Niederlanden zu den besonders intensiv
überwachten in Europa gehören. Nach den schrecklichen
Terroranschlägen in Paris und in Brüssel gab es viele Hinweise, dass
die Täter und ihre Helfer sehr leicht und unbemerkt Grenzen
überschreiten konnten. Es gibt also gute Gründe für intensivere
Kontrollen. Nicht für das Schließen der Grenzen und die
Wiedereinführung der Ausweiskontrollen. Das kann sich niemand
ernsthaft wünschen. Aber eine gut ausgestattete Bundespolizei wäre in
der Lage, im Hinterland, an den Bahnhöfen und an den Flughäfen des
Landes ausreichend präsent zu sein.

Aber ausgerechnet jetzt, während der Fußball-EM in Frankreich und
nur wenige Monate nach den Anschlägen von Brüssel, scheint die
Bundespolizei an der Grenze zu Belgien mit einer Schmalspur-Besetzung
zu arbeiten. Was offenbar daran liegt, dass auch an den Flughäfen
Köln/Bonn und Düsseldorf die Not groß ist beim Kontrollpersonal. So
müssen Bundespolizisten aus der Grenzregion die Lücken an den
Airports füllen. Bei so viel Zwang zum Improvisieren bleibt eines
ganz sicher auf der Strecke: Sicherheit.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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