WAZ: So schützen wir alte Menschen. Kommentar von Frank Preuß zum Enkeltrick

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Wie oft wir über den Enkeltrick in dieser Zeitung
berichtet haben? So oft, dass wir uns stets spontan fragen, warum er
immer noch so gut funktioniert, wenn uns die Polizei wieder einmal
erzählt, wie irgendein alter Mensch mit dieser widerlichen Methode um
sein Erspartes gebracht wurde. Weil sein Gedächtnis ihn im Stich
gelassen hat, weil der Wunsch nach einem Kontakt größer war als das
Misstrauen. Dass die Zahl dieser Betrugsfälle weiter rasant steigt,
ist gerade deshalb so alarmierend, weil nicht nur die Medien, sondern
zuvorderst auch die Polizei seit Jahren viel Arbeit in die Vorbeugung
steckt. Aber die Demografie spielt den Skrupellosen in die Hände: Die
Zahl der alten Menschen wächst, auch die Zahl der Einsamen, denen die
Hilfe in dem Augenblick fehlt, in dem sie sie nötig hätten. Genau
darin steckt der einzige Ansatz zu verhindern, dass alte Menschen zu
Opfern werden: sich um sie zu kümmern. Das ist nicht nur die Aufgabe
der Polizei und ihrer Berater, die längst nicht jeden erreichen
können. Sondern auch die eines guten Nachbarn. Sprechen Sie doch mit
der alten Dame oder dem alten Herrn von nebenan einfach mal darüber.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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