WAZ: Sollen die Subventionen fürs Theater gekürzt werden? Pro-Kommentar von Petra Koruhn: Die Karten sind zu günstig

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Hamlet für 15 Euro, Emilia Galotti gab es neulich
sogar für zwölf Euro. Shakespeare, Lessing, auch Goethe und Schiller
sind bei uns billig zu haben. Ja, es ist großartig, wie günstig
Theaterkarten sind. Doch so ungern man es auch sagen mag, weil das
Theater das Spannendste sein kann, was eine Stadt zu bieten hat:
Warum müssen die Karten so billig sein? Warum die Subventionen so
hoch? Die Antwort kommt meist reflexhaft: Es sollen ja auch die ins
Theater gehen, die nicht so viel Geld haben. Richtig. Aber das
Theater ist immer noch ein Ort, in dem die Mittelschicht verkehrt. Es
würde vielen nicht weh tun, für einen grandiosen Theaterabend tiefer
in die Tasche zu greifen. Wer es sich leisten kann, soll zahlen. Und
die Leute mit kleinem Geldbeutel? Die sieht man häufig da, wo es
alles andere als billig ist – im 3-D-Film, im Musical oder im
Fußballstadion. Der Versuch, die Masse mit Schnäppchenpreisen für
Goethe oder Schiller zu interessieren, funktioniert nicht wirklich.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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