WAZ: Sparen in Zeiten der Zinsflaute – Kommentar von Michael Kohlstadt zum Sparverhalten

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Die Deutschen sind und bleiben Aktienmuffel, scheuen
das Risiko und zeigen nahezu allen Formen der Geldanlage jenseits des
klassischen Sparbuchs gegenüber ein tiefsitzendes Misstrauen, selbst
wenn dort angesichts des historischen Zinstiefs die Guthaben faktisch
schrumpfen. Soweit die aktuelle Postbank-Studie zum Sparverhalten der
Bundesbürger. Nicht einmal jeder fünfte Sparer legt sein Geld in
Aktien oder Fonds an. Paradoxerweise wähnen etwa genau so viele
Menschen ihren Notgroschen unterm Kopfkissen sicher.

Das Beharren der Deutschen auf konservativen Anlageformen wird oft
kritisiert. Experten verweisen dann darauf, dass sich auf dem
Kapitalmarkt angelegtes Geld mittel- und langfristig oft deutlich
besser entwickelt als Spareinlagen und deutsche Anleger weit weniger
am Wachstum der eigenen Wirtschaft teilhaben, als das in anderen
Ländern der Fall ist.

Allerdings gilt auch hier: Das Risiko fährt immer mit. Ein Grund
zum Haareraufen ist die Skepsis gegenüber dem Aktienhandel aber
keineswegs. Denn wer risikolos, aber diszipliniert Geld zurücklegt,
der vermehrt sein Guthaben schon durch das Sparen selbst. Dieses
Prinzip funktioniert immer, gerade auch in der Zinsflaute.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
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