WAZ: Trump zahlt jetzt einen hohen Preis – Kommentar von Lutz Heuken zu angeblichen Affären

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Ist es jetzt überhaupt noch relevant, ob sich Donald
Trump vor Jahren tatsächlich mit Moskauer Prostituierten eingelassen
hat? Ist es überhaupt noch relevant, ob der russische Geheimdienst
davon kompromittierende Aufnahmen hat, um Trump zu erpressen?

Nein! Es reicht, dass man sich beides vorstellen kann: Trump
trauen viele ein solches Verhalten durchaus zu – und den Russen auch.
In postfaktischen Zeiten sind derartige Gerüchte und Mutmaßungen oft
wichtiger als Tatsachen. Und widerlegen kann auch ein Trump die
wilden Spekulationen nicht. Das ist das perfide an diesen
Geschichten.

Trump hat sich im schmutzigen US-Wahlkampf mit Putins Diensten
eingelassen – und zahlt dafür schon vor Amtsantritt einen hohen
Preis: Der künftig mächtigste Mann der Welt gilt als erpressbar. Das
System der Fake-News vernichtet seine Schöpfer: Bei jeder
Trump-Entscheidung wird man sich fragen, ob nicht Putin seine Finger
im Spiel hatte. Der Welt drohen Szenarien wie aus einem
Spionage-Reißer. Die internationale Lage indes ist zu brisant, als
dass man diesem Treiben der beiden Egomanen ebenso distanziert wie
amüsiert zuschauen möchte.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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