WAZ:Über Diesel neu nachdenken – Kommentar von Matthias Korfmann zu Stickoxid

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Es gibt eine riesige Umweltzone zwischen Unna und
Duisburg, in der nur Autos mit grünen Plaketten fahren. Und dennoch
gehen die Stickstoffdioxid-Werte nicht runter. Sie stagnieren seit
mehr als 15 Jahren. Kaum zu glauben. Das Umweltbundesamt nennt dieses
Gas inzwischen „Schadstoff Nummer eins“. In diversen Studien warnen
Mediziner vor der Schädlichkeit von NO2. Manche bezeichnen es als
„Killer“.

Das Problem trifft vor allem die Menschen in den so genannten
Ballungsgebieten. Also zum Beispiel die Bürger im Ruhrgebiet, in Köln
und in Düsseldorf, die an stark befahrenen Straßen leben. Die
Umweltzonen haben zwar dazu beigetragen, dass Feinstäube reduziert
werden konnten. Aber das „Diesel-Gift“ bleibt.

Denn im realen Betrieb erreichen diese Fahrzeuge ganz andere
Verbrauchs- und Abgaswerte als im Labor. Abgasnormen müssten sich
aber am wahren Leben orientieren und nicht am Laborversuch. Bleibt zu
hoffen, dass die Diskussion über manipulierte VW-Fahrzeuge ein Anlass
ist, noch einmal gründlich über Risiken und Nebenwirkungen des
Diesels nachzudenken.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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