WAZ: Ungutes Gefühl bei Klaedens Wechsel – Kommentar von Daniel Freudenreich

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Es mag ja sein, dass Eckart von Klaeden nicht in
Entscheidungen zur Autoindustrie involviert war. Dennoch kommen bei
seinem Sprung zu Daimler ungute Gefühle auf. Der Zeitpunkt ist
ungünstig. Die Union wird nicht glücklich sein, dass der Abgang vor
der Wahl bekanntgegeben wurde. Zum anderen gab es pikante Fälle.
Gerhard Schröder etwa heuerte 2005 bei Nord Stream an, die die
Ostsee-Pipeline betreut. Als Kanzler hatte er das Projekt wohlwollend
begleitet. Solche Fälle sorgen für Skepsis, wenn Politiker die Seiten
wechseln. Klare Karenzzeit-Regelungen sind also überfällig –
Spitzenpolitiker sollten erst nach einer Frist zu einem Unternehmen
wechseln dürfen. So kann man das Risiko verringern, dass
Entscheidungen zugunsten eines künftigen Arbeitgebers gefällt werden.
Doch grundsätzlich ist gegen einen sauberen Neustart eines Politikers
in der Wirtschaft nichts einzuwenden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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