WAZ: Vision einer düsteren Zukunft. Kommentar von Sven Frohwein zu Militärrobotern

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Kennen Sie Daniel Suarez? Der 50-jährige Amerikaner
war Softwareentwickler und Systemberater und schreibt heute
erfolgreich Romane. In seinen Werken zeichnet er ein düsteres Bild
von der Zukunft. Computersysteme nehmen still und leise Einfluss auf
die reale Welt und entscheiden am Ende über Leben und Tod. Suarez,
den der verstorbene FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher einmal den
„Jules Verne des digitalen Zeitalters“ nannte, ist einer von über
1000 Unterzeichnern eines offenen Briefes, der vor den Folgen
intelligenter, autonomer Waffen warnt. Die Szenarien, die Suarez in
seinen Büchern entwirft, werden teilweise schon heute von der
Realität eingeholt. Und Waffensysteme, die eigenständig entscheiden
können, ob ein Ziel eine Bedrohung darstellt oder nicht, bekommen
gerade den letzten Feinschliff. Suarez macht daraus spannenden
Lesestoff. Das eine ist Science Fiction, das andere leider schon bald
bittere Realität. Bislang gibt es nur wenige, die die Gefahren dieser
Technik überschauen. Weil das alles zu sehr nach Hollywood klingt.
Wie man Waffenherstellern Einhalt gebieten kann, die solche Systeme
entwickeln und herstellen? Indem man sie in ein enges Korsett zwängt
und klare gesetzliche Regelungen auf den Weg bringt. Schon heute gibt
es im Drohnenkrieg der USA zu viele unschuldige Opfer. Nicht
auszudenken, was passiert, wenn Maschinen ohne menschliche Kontrolle
entscheiden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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