WAZ: Volksvertreter, deutsche – Kommentar von Alexander Marinos zu Türken

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Die Ausfälle des türkischen Präsidenten Erdogan
gegen türkischstämmige deutsche Politiker konnten nicht enttäuschen.
Voraussetzung für eine Enttäuschung ist ja, dass man eine andere
Erwartungshaltung hatte. Von Erdogan aber ist schon lange nichts
Gutes mehr zu erwarten. Was wirklich enttäuscht, ist die Haltung
vieler türkischstämmiger Menschen in Deutschland und jener Verbände,
die diese Menschen (angeblich) vertreten.

Zu einer gelingenden Integration gehört der gesellschaftliche
Konsens, dass Blut und die Zusammensetzung der Muttermilch keine
Rolle mehr spielen bei der Frage, welcher Nation ein Mensch angehört.
Deutscher ist, wer in Deutschland geboren und/oder aufgewachsen ist
und sich zu Deutschland bekennt.

Erdogan sieht das anders, und viele von jenen, die seit
Jahrzehnten hier leben und die sich gegen die These vom „verdorbenen
Blut“ eigentlich wehren müssten, leider auch. Wie anders ist zu
erklären, dass der Islamverband Ditib wie selbstverständlich sagen
kann, man fühle sich von den türkischstämmigen Abgeordneten nicht
vertreten? Die Abgeordneten vertreten ihre Wahlkreise und das
deutsche Volk. Dazu gehören auch türkischstämmige Bürger, die sich –
siehe oben – zu Deutschland bekennen. Die Einschränkung allerdings
muss sein.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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