WAZ: Vorbehalte nicht ausgeräumt. Kommentar von Gerd Heidecke zum Fracking-Gesetzentwurf

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Die Vorbehalte in der Bevölkerung gegen die durchaus
sehr unterschiedlichen Fördermethoden unter dem Oberbegriff Fracking
sind groß, gerade im bergbaugeprägten wie -geschädigten Ruhrgebiet.
Daran wird der vom Kabinett abgesegnete Kompromiss-Gesetzentwurf zu
der umstrittenen Art der Gasförderung nichts ändern, im Gegenteil.
Die noch nicht verabschiedete gesetzliche Erlaubnis zur Erprobung von
Fracking schiebt den Ländern die Entscheidung zu, und damit den
Streit. Welche Experten über die Zulässigkeit von Probe-Fracking
richten, darüber dürfte lange gestritten werden. Am Ende vor Gericht.
Die grün-rote Landesregierung wird versuchen, ihre ablehnende Haltung
gegenüber Fracking durchzusetzen. Für Trinkwassergewinnungs- wie
Bergbaugebiete macht ihr das der Gesetzentwurf leicht. Alles andere
will die Mehrheit der Bevölkerung aber auch nicht.

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Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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