WAZ: Was die Angst vor dem Terror bewirkt – Kommentar von Frank Stenglein zur Terrordrohung

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Man kann offenbar in Syrien eine einzige
Handy-Nachricht abschicken und damit in Deutschland ein ganzes
Einkaufszentrum schließen, Hunderte Polizisten in Marsch setzen und
Hunderttausende Bürger ängstigen. Das ist die erschütternde
Erkenntnis dieses Wochenendes. Die Terrorangst mit all den Bildern,
die sie erzeugt, hat uns fest im Griff.

Das entschlossene und sehr weitreichende Vorgehen der Behörden war
zwar eindrucksvoll, fand auf der Täterseite aber bislang keine echte
Bestätigung. Hatten die Adressaten des syrischen Islamisten die
Mittel, um in Essen ein monströses Verbrechen zu begehen? Das müssen
weitere Ermittlungen zeigen, vieles klingt da noch nebulös. Intern
wird nach WAZ-Informationen auch in Sicherheitskreisen diskutiert, ob
die komplette Schließung des Limbecker Platzes angemessen war.

Lieber einmal zu viel schließen als einmal zu wenig, mag da
mancher sagen. Wer wollte da widersprechen. Andererseits sind die
Polizei- und sonstigen Ressourcen dieses Landes nicht unendlich.
Bleibt zu hoffen, dass die Behörden, denen wir vertrauen müssen, aus
dem Vorgang in jedem Fall lernen konnten – was auch immer.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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