WAZ: Wink aus der Wirtschaft – Kommentar von Tobias Blasius zum Forderungskatalog

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Es ist nicht ungewöhnlich, dass Wirtschaftsverbände
im Vorfeld von Landtagswahlen ihre Vorstellungen kundtun.
Ungewöhnlich ist jedoch, dass ein auf dem Weltmarkt erfolgreicher
Autozulieferer wie Arbeitgeberpräsident Kirchhoff aus dem Sauerland
acht Monate vor der NRW-Wahl einen aufrichtig besorgten Ton anschlägt
und einen detailreichen Forderungskatalog präsentiert. Seine
Botschaft: Über den Standorterfolg von NRW wird sehr wohl in NRW
entschieden. Die Düsseldorfer Opferrhetorik und routinierte
Fingerzeige nach Berlin, Brüssel und auf die Wirren der Weltmärkte
ändern an Nullwachstum und Tabellenende-Tristesse eben rein gar
nichts.

Kirchhoff mahnt eine „neue Willkommenskultur“ für Unternehmen an,
die Menschen Arbeit geben und das Wachstum ankurbeln. Er buchstabiert
sie als Abwesenheit vieler kleiner Verordnungen, Erlasse, Gesetze,
Prüfungen und Planungshemmnisse, die immerzu Investitionen behindern.
SPD-Wirtschaftsminister Duin hatte zuletzt öffentlich eingeräumt,
dass der Keim vieler Fehlentscheidungen im grün durchwirkten
Koalitionsvertrag 2012 gelegt wurde. Ob sich daran am 15. Mai 2017,
dem Tag nach der Landtagswahl, noch jemand erinnert?

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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