WAZ: Wirtschaft sagt mehr Ausbildungsplätze zu

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Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen kommen der
Forderung von Politik und Gewerkschaften nach zusätzlichen
Lehrstellen offenbar nach. Die Zwischenmeldungen aus den Betrieben
kurz vor Beginn des neuen Lehrjahres zeigten, „dass die Richtung
stimmt und das Angebot an gemeldeten Ausbildungsplätzen steigt“,
sagte der Präsident der Unternehmensverbände NRW, Horst-Werner
Maier-Hunke der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen
Zeitung (WAZ, Montagausgabe).

Ob die Zielmarke von 3000 zusätzlichen Ausbildungsverträgen 2015
erreicht wird, die von Landesregierung, Gewerkschaften und
Arbeitgebern im Mai ausgegeben worden war, ließ Maier-Hunke offen.
Den Berechnungen des Arbeitsministeriums zufolge muss dafür das
Ausbildungsplatzangebot gegenüber dem Vorjahr um mehr als drei
Prozent auf dann gut 120.000 Ausbildungsstellen steigen.

Unternehmerpräsident Maier-Hunke appellierte an die Personalchefs,
bei Einstellungsgesprächen Kompromisse einzugehen: „Geben Sie auch
vermeintlich schwächeren Jugendlichen eine Chance.“ Es gebe
Hilfsmaßnahmen der Agentur für Arbeit. Wer heute ausbilde, sichere
sich die Fachkräfte von morgen. Zugleich wehrte sich Maier-Hunke
gegen die Vorstellung, zusätzliche Lehrverhältnisse ließen sich
politisch verordnen oder gar bestellen: „Es wäre eine Illusion zu
glauben, die Zahl der Ausbildungsplätze und Ausbildungsverträge könne
einfach so deutlich erhöht werden.“ Unternehmen könnten vorsorgen,
„aber nicht langfristig auf Vorrat ausbilden“, so Maier-Hunke.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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