WAZ: Zahl der Laser-Attacken nimmt zu

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Laserpointer werden immer stärker zu einer Gefahr
für den Luftverkehr und die Piloten deutscher Jets und Hubschrauber.
Das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig hat nach einem Bericht der
Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Donnerstagausgaben) im Jahr 2012 342
Fälle von Blendungen mit Laserpointern vom Boden registriert – ein
Höchststand, seitdem vor etwa fünf Jahren die ersten Vorgänge bekannt
geworden waren. Das sind deutlich mehr als 2011 mit 279 und 2010 mit
273 Fällen. Erstmals sind auch Hubschrauber in erheblichem Umfang
betroffen: 36 Mal war das 2012 der Fall, im Jahr zuvor nur sechs Mal.

Als Folge der Blendung durch Laserpointer können Besatzungen nicht
nur im Landeanflug irritiert werden, sondern auch gesundheitliche
Schäden davontragen. Sechs Mal hätten sich im letzten Jahr
Besatzungsmitglieder anschließend zum Arzt begeben müssen, bestätigte
ein Sprecher des Luftfahrtbundesamtes den WAZ-Zeitungen.

Dabei nehmen die Täter keine Rücksicht auf die Art der
Luftfahrzeuge oder ihre Einsätze. Seit 2010 seien etwa 20 Mal
Rettungshubschrauber des ADAC getroffen worden, sagte Jürgen Grieving
vom Rettungsdienst des Automobilclubs. Grieving forderte, Täter, die
mit Laserpointer blenden, härter zu bestrafen.

Laserattacken werden auch auf Straßen und bei der Bahn
registriert. Erst am Ostermontag war im nordrhein-westfälischen Unna
der Lokführer eines S-Bahn-Zuges geblendet worden. Der Mann musste
anschließend ärztlich behandelt werden.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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