WAZ: Zu wenig Vorsorge. Kommentar von Frank Preuß zur Bahn

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Fangen wir mit dem Positiven an: Wir liegen in den
Herbstferien, das bedeutet ein paar Autofahrer weniger auf der A 40
und ein paar Bahnfahrer weniger in den Zügen. Aber fahren die Züge
nach dem Mülheimer Stellwerkbrand in zehn Tagen zwischen Essen und
Duisburg wieder so, als ob nichts gewesen wäre? Auch wenn alles noch
Spekulation ist: Danach sieht es nicht aus. Bei den Bahnpendlern
wächst die Ungeduld, und damit rückt die Suche nach den Schuldigen
für das Dilemma in den Blickpunkt. Ein Brand im Stellwerk ist ein
Ausnahmefall, beteuert die Bahn, und das lässt sich nicht bestreiten.
Die Frage ist, ob man nicht auch für solche Ausnahmefälle Vorsorge
treffen kann oder gar muss. Gerade hier, denn wir sprechen über eine
der meistgenutzten Gleisstrecken Europas. Und da landet man beim
erzwungenen Sparkurs der Bahn. Früher, versichern Experten, konnte
man fahrbare Ersatzstellwerke an den Schaltkreis anschließen und ein
defektes Stellwerk steuern. Aber von denen gibt es wohl nur noch
wenige, zu teuer im Unterhalt. Schade, sagt man da wohl und ballt die
Faust in der Tasche.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
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