WAZ: Zusammenhalt der Generationen. Kommentar von Miguel Sanchesüber die Generation 65 plus

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Die Generation 65 plus ist keine Entdeckung des
Statistischen Bundesamtes. Man kann anhand seiner Zahlen aber
belastbar nachzeichnen, wie die Älteren ihren Platz in der
Gesellschaft behaupten, auch und gerade in der Arbeitswelt. Über die
Rente mit 67, lange Zeit ein Kampfthema, kann man gelassener
diskutieren, weil der Anteil der älteren Arbeitnehmer steigt. Es gibt
für die älter werdende Gesellschaft keinen Masterplan. Sie entwickelt
sich nach der Methode „Versuch und Irrtum“. Die Statistik jedenfalls
zeigt, dass der Zusammenhalt der Generationen funktioniert. Nicht
zufällig werden zwei Drittel der Pflegebedürftigen zu Hause versorgt.
Die Älteren fühlen sich überwiegend fit, bringen sich ein. Es ist
kein prekärer Vertrag, der das Leben der Generationen regelt, aber
ein fragiler, weil er vom Wohlstand abhängt. Die Rechnung mit der
Rente mit 67 geht auf, wenn es Beschäftigung gibt. Und solange wir
ein reiches Land sind, können wir den Dienst am Menschen auf einem
hohen Niveau halten. Der Härtetest steht bevor, wenn 2060 jeder
Dritte 65 Jahre oder älter sein wird. Es wird nicht einfach, aber wir
haben Zeit, uns darauf einzustellen.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 – 804 6519
zentralredaktion@waz.de

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