Weder mehr Qualität noch mehr Quantität / bpa zur heutigen Debatte zum Pflegeberufsgesetz im Niedersächsischen Landtag

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Heute hat der Niedersächsische Landtag auf Antrag
der FDP-Fraktion über das Pflegeberufsgesetz debattiert. „Das war
eine richtige und wichtige Debatte, denn sie hat einer breiteren
Öffentlichkeit nochmals deutlich gemacht, wo die Schwachstellen der
Generalistik liegen. Aus drei Berufen einen zu machen, erhöht weder
die Qualität der Ausbildung noch sorgt dies für mehr Auszubildende.
Ganz im Gegenteil. Viele Jugendliche mit mittlerem Bildungsabschluss,
die sich bisher bewusst für die Altenpflege entschieden haben, werden
künftig einen großen Bogen um den neuen Ausbildungsberuf machen“,
erklärte Karsten Neumann, Vorstandsvorsitzender der bpa-Landesgruppe
Niedersachsen.

Für zahlreiche kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe in der
Altenpflege sei beim Blick auf den Gesetzentwurf klar, dass sie mit
dem Management der vielen unterschiedlichen Praxiseinsätze
überfordert würden und deshalb nicht mehr ausbildeten. „Was man den
Auszubildenden und den Ausbildungsbetrieben mit zahlreichen
unterschiedlichen Betriebsstätten zumutet, ist ein Unding. Gerade in
einer Ausbildung muss doch zwischen Auszubildendem und Betrieb
Zutrauen und Vertrauen wachsen können. Das ist mit dem bisher
geplanten Verschiebebahnhof nicht möglich und das kann und darf man
den Jugendlichen auch nicht zumuten“, ergänzte Ricarda Hasch, stellv.
Vorsitzende des bpa in Niedersachsen.

„Auch wir schließen uns der Forderung an, dass Niedersachsen dem
Pflegeberufsgesetz im Bundesrat nicht zustimmt, sondern auf
Bundesebene dafür sorgt, dass endlich die berechtigten Interessen der
Altenpflege und der Kinderkrankenpflege gehört werden. Wer die
Bedingungen in der Pflege in Niedersachsen wirklich verbessern
möchte, der schafft den Rahmen, dass noch mehr Fachkräfte ausgebildet
werden können. Das Pflegeberufsgesetz wird aber nicht zu mehr,
sondern zu weniger Fachkräften führen“, machte abschließend Henning
Steinhoff, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle in Hannover deutlich.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon fast
1.200 in Niedersachsen, die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen und Unterlagen: Henning Steinhoff, Leiter der
bpa-Landesgeschäftsstelle Niedersachsen, Tel.: 0511/12 35 13 40 oder
0162/13 21 678

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