Wegweisend: Einigung im Kampf gegen multiresistente Erreger in Sachsen-Anhalt / bpa Landesgruppe setzt erstmalig in Ostdeutschland neue Bestimmungen bei MRE-Befall von Patienten durch

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Die Landesgruppe Sachsen-Anhalt des
Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. hat mit dem
BKK Landesverband und der Sozialversicherung für Landwirtschaft,
Forsten und Gartenbau (SVLFG) eine,für die Pflegebranche in den
neuen Bundesländern bisher einmalige und somit wegweisende Einigung
erzielt. Ab sofort wird die Übermittlung von Dokumenten an die
Krankenkasse und die Kosten für den Arbeits- und Hygieneschutz bei
multiresistenten Erregern (MRE) durch die Kassen vergütet. Zusätzlich
einigte man sich auf eine Tagespauschale zur Vergütung bei der
MRSA-Eradikationstherapie.

„Das ist ein wichtiger Schritt, um sowohl Patienten als auch
Mitarbeiter unserer Mitgliedsunternehmen vor multiresistenten
Erregern zu schützen. Sachsen-Anhalt ist das erste Bundesland in
Ostdeutschland, in dem die Regelung gilt, und das Ansteckungsrisiko
dieser gefährlichen Keime verringert wird“, lobt Stephan Richter,
stellvertretender Landesvorsitzender der bpa Landesgruppe
Sachsen-Anhalt.

Da multiresistente Erreger äußerst widerstandsfähig gegenüber
Medikamenten sind, ist Schutz die beste Medizin. Die Refinanzierung
der Arbeitsschutzkosten durch die Krankenkassen schützt die
Mitarbeiter der Pflegeunternehmen und verhindert so zusätzlich, eine
weitere Übertragung auf andere Patienten. Durch den jetzt erzielten
Abschluss erhalten die Verbandsmitglieder des bpa Sachsen-Anhalt auch
finanzielle Sicherheit bei der Übermittlung von Dokumenten. Bei jeder
Abforderung von zusätzlichen Unterlagen zahlen die Kassen ab sofort
eine Dokumentenpauschale an den Pflegedienst.

Zudem wurde für die Vergütung der Leistung der
MRSA-Eradikationstherapie eine Tagespauschale vereinbart. Bedenken
des bpa, die einen Therapieerfolg ohne ausreichend gesundheitliche
Absicherungen gefährdet hätten, sind damit ausgeräumt, da die
Pauschale unabhängig möglicher Leistungen des SGB XI abzurechnen ist.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 9.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen, davon über
300 in Sachsen-Anhalt, die größte Interessenvertretung privater
Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
275.000 Arbeitsplätze und circa 21.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 21,8 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Annette Schmidt und Daniel Heyer, Landesbeauftragte
des bpa, Tel.: 0391-24358630

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