Weinberg: Arbeitgeberfinanziertes Einfrieren von Eizellen ist ein unmoralisches Angebot

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Arbeitswelt familienfreundlich gestalten

Facebook und Apple wollen laut Medienberichten die Kosten für das
Einfrieren der Eizellen ihrer Mitarbeiterinnen übernehmen. Dazu
erklärt der familienpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg:

„Das Angebot von Facebook und Apple, für ihre Mitarbeiterinnen die
Kosten für das Einfrieren von Eizellen zu übernehmen, ist
unmoralisch, gesellschaftspolitisch ein fatales Zeichen und
familienpolitisch untragbar.

Hier ist eine ethisch-moralische Grenze überschritten. Unser Weg
ist die familienfreundliche Arbeitswelt. Die Rahmenbedingungen für
die Vereinbarkeit von Beruf und Familie positiv zu verändern, ist
wichtiger als die künstliche Aufschiebung des Kinderwunsches.

Die Unternehmen verleiten die Frauen dazu, ihren Kinderwunsch
hinauszuschieben, indem sie die Kosten für eine vermeintliche Lösung
des Vereinbarkeitsproblems von Beruf und Familie, das sogenannte
Social Freezing (Einfrieren der Eizellen aus nicht-medizinischen
Gründen), übernehmen. So sollen sich die Frauen – im Interesse der
Unternehmen – auf ihre Karriere konzentrieren können. Die Botschaft
an die Mitarbeiterinnen ist: Jetzt nicht. Später. Das Später kann
tatsächlich aber nur ein Vielleicht sein. Denn die Frauen, die das
Einfrieren von Eizellen in Anspruch nehmen, laufen Gefahr, einer
Illusion aufzusitzen.

Denn Social Freezing ist keine Garantie für die Erfüllung eines
späten Kinderwunsches. Für das Zustandekommen einer Schwangerschaft
ist mehr als die Qualität von Eizellen notwendig. Auch die
Beschaffenheit der Gebärmutter, der Hormonhaushalt und die sonstige
Gesundheit der Frau sind von entscheidender Bedeutung. Das
körperliche Altern der Frau kann mit Social Freezing nicht
aufgehalten, die Belastungen einer künstlich herbeigeführten, späten
Schwangerschaft nicht verhindert werden.

Zudem ist es bislang völlig offen, ob Eizellen, die über einen
Zeitraum von zehn bis 20 Jahren eingefroren werden, Schaden nehmen.
Die Eizellen werden für viel Geld eingefroren und sind beim Auftauen
nach 15 Jahren kaputt oder in einem Zustand, der Risiken für das sich
daraus entwickelnde Kind bedeutet. Schließlich hilft Social Freezing
auch nicht bei der Spermienqualität eines Mannes.

Das Angebot des Arbeitgebers, Social Freezing zu finanzieren, ist
ein Bonus für späte oder keine Kinder.

Das Leben ist nicht durchgängig planbar. Bei Social Freezing wird
es für die betroffenen Frauen leider häufig darauf hinauslaufen, dass
aufgeschoben aufgehoben heißt.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de

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