Weiß: Kein Platz für „Schlechte Arbeit“

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Grundlegende Arbeitnehmerrechte sind nicht
verhandelbar

Der 7. Oktober wird in jedem Jahr als „Welttag für menschenwürdige
Arbeit“ begangen. Das hat die Arbeitnehmergruppe der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Anlass genommen, mit dem
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
Gerd Müller, über Impulse der Entwicklungspolitik für faire
Arbeitsbedingungen und sein Vorhaben zur Schaffung eines Bündnisses
für nachhaltige Textilien zu diskutieren. Hierzu erklärt der
Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe, Peter Weiß:

„Die grundlegenden Arbeitnehmerrechte sind nicht verhandelbar –
weder in Deutschland noch weltweit. Kein verantwortungsbewusster
Mensch möchte Textilien kaufen, die unter menschenunwürdigen
Bedingungen hergestellt werden. Die Initiative des Bundesministers
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Gerd Müller, zur
Schaffung eines Bündnisses für nachhaltige Textilien verbunden mit
der Durchsetzung von sozialen und ökologischen Standards in der
Textilindustrie stärkt die Rolle der Konsumenten. Und sie ist
zugleich ein Signal für mehr Transparenz im weltweiten Handel.

Wer ein billiges Kleidungsstück kauft, muss damit rechnen, dass es
von kaum existenzsichernd bezahlten Arbeitnehmern unter
ausbeuterischen und gesundheitsschädigenden Produktionsbedingungen
hergestellt wurde – nicht selten auch von Kindern. Und selbst bei
teuren Designerklamotten ist es kaum anders. Recherchen haben
gezeigt, dass der Unterschied im Preis der Ware liegt, nicht in den
Umständen ihrer Herstellung. Damit dürfen wir uns als Gesellschaft
nicht länger abfinden. Menschen haben weltweit, wie wir es für uns in
unserer Sozialen Marktwirtschaft als selbstverständlich reklamieren,
ein Anrecht darauf, dass sie gerecht entlohnt werden und mit ihrer
Arbeit die Existenz ihrer Familien sichern können. Es darf daher
keine globalen Nischen für –Schlechte Arbeit– geben. Höhere Löhne und
bessere Arbeitsbedingungen schlagen sich dabei noch nicht einmal
spürbar im Preis der Kleidung nieder. Qualitäts-Siegel geben den
Verbrauchern die Chance, ein Stück globale Verantwortung zu
übernehmen und sich für ein unter fairen Bedingungen hergestelltes
Produkt zu entscheiden. Die Initiative des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Schaffung eines
transparenteren Überblicks über die Kriterien der verschiedenen
Textilsiegel ist daher ein wichtiger Schritt, um den Verbrauchern
eine leichtere Orientierung zu geben.

Gemeinsam mit den Unternehmen in der Textilwirtschaft müssen wir
es schaffen, den Weg frei zu machen für die Durchsetzung der
ILO-Kernarbeitsnormen, also existenzsichernde Löhne, menschenwürdige
Arbeitsbedingungen in den Produktionsstandorten vor Ort und
bestmögliche Transparenz hinsichtlich der Herstellungsbedingungen.“

Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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