Weltflüchtlingstag: CBM fordert mehr Hilfe für die Schwächsten / Menschen mit Behinderungen leiden auf der Flucht besonders

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Weltweit sind knapp 60 Millionen Menschen auf der
Flucht – das sind fast so viele wie die gesamte Bevölkerung Italiens.
Von ihnen haben rund zehn Prozent Behinderungen. Zum
Weltflüchtlingstag am 20. Juni fordert die Christoffel-Blindenmission
(CBM), ihre speziellen Bedürfnisse besser als bisher zu
berücksichtigen. CBM-Geschäftsführer Dr. Rainer Brockhaus erklärt:
„Flüchtlinge mit Behinderungen sind von Hilfe oftmals ausgeschlossen.
Sie leiden mehr als andere unter unzureichender medizinischer
Versorgung, Hunger, Durst und mangelhafter Hygiene. Häufig liegt das
daran, dass wichtige Einrichtungen wie Gesundheitszentren,
Ausgabestellen für Lebensmittel oder Waschräume in Flüchtlingscamps
mit Rollstuhl oder Gehhilfen nicht erreichbar sind. Das muss sich
ändern.“

Wie Flüchtlingshilfe auch Menschen mit Behinderungen erreichen
kann, zeigt ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördertes CBM-Projekt in
Jordanien. In dem Land haben bis heute mehr als 630.000
Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien Zuflucht gefunden. Viele von ihnen
wurden im Krieg schwer verletzt, können sich Hilfsmittel und
Reha-Maßnahmen aber oftmals nicht leisten. Um ihre Situation zu
verbessern, erhalten Flüchtlinge mit Behinderungen von der CBM und
ihrem jordanischen Partner Al Hussein Society (AHS) kostenlos
Rollstühle, Prothesen und Gehhilfen sowie physiotherapeutische
Betreuung. Des Weiteren sorgen die CBM und die AHS für barrierefreie
Toiletten und Waschräume in Flüchtlingscamps sowie entsprechende
Zugänge zu Gesundheitszentren.

Eine langfristige Verbesserung der medizinischen Versorgung in
Jordanien will die CBM durch die Schulung von Fachkräften vor Ort
sicherstellen: Ärzte gehören genauso dazu wie orthopädisches
Personal. Dies kommt auch der jordanischen Bevölkerung zugute.

Brockhaus betont: „In der Flüchtlingshilfe aktive Organisationen
müssen ihre Arbeit umfassender als bisher denken. Denn nur wenn die
Situation aller von Flucht betroffener Menschen verbessert wird, ist
Hilfe wirklich erfolgreich.“

Pressekontakt:
Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.
Esther Dopheide,Pressesprecherin
Stubenwald-Allee 5
64625 Bensheim
Tel.: +49 6251 131-191
Fax: +49 6251 131-199
E-Mail: esther.dopheide@cbm.de
www.cbm.de

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