Welthunger-Index 2015: Bewaffnete Konflikte bleiben Hungertreiber

Abgelegt unter: Soziales |





Weltweit sind schätzungsweise 172
Millionen Menschen von bewaffneten Konflikten betroffen. Der neue
Welthunger-Index stellt den engen Zusammenhang zwischen diesen
Konflikten und Hunger dar. Gerade die aktuellen Kriege, in denen
neben nationalen Armeen und Rebellen auch ethnische Milizen,
paramilitärische Verbände, Söldner sowie internationale Streitkräfte
beteiligt sind, zeigen dies deutlich. Hilfsorganisationen haben kaum
Zugang zu den Betroffenen und eine langfristige Lösung ist
schwierig. Länder, in denen noch Krieg herrscht oder erst vor kurzem
beendet wurde, weisen die höchsten Hungerwerte auf wie etwa die
Zentralafrikanischen Republik.

„Konflikte wie in Syrien, dem Irak oder dem Südsudan sind die
größten Hungertreiber“, sagt Bärbel Dieckmann, Präsidentin der
Welthungerhilfe. „Mehr als 80 Prozent der Flüchtlinge weltweit
bleiben in ihrer Heimat oder den Nachbarländern. Sie leiden am
stärksten unter der Gewalt und der aussichtslosen Situation.
Unbemerkt von der Weltöffentlichkeit müssen sie täglich um Nahrung,
Wasser und medizinische Versorgung kämpfen. Nur wenn es gelingt, die
Ursachen der bewaffneten Konflikte wie etwa in Syrien zu beseitigen,
werden wir den Hunger langfristig besiegen können.“

Der neue Welthunger-Index 2015 zeigt aber auch positive
Entwicklungen. Die Entwicklungsländer haben seit dem Jahr 2000
deutliche Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers gemacht.
Insgesamt sind die Index-Werte zur Hungersituation dort um 27 Prozent
gesunken. 17 Länder konnten ihren Hungerwert um mindestens 50 Prozent
reduzieren darunter Brasilien, Kirgistan, Peru und Kroatien. Auch
Länder wie Angola, Äthiopien und Ruanda, die noch vor 20 Jahren
blutige Bürgerkriege erlebt haben, zeigen, wie sich die
Ernährungslage durch große Anstrengungen verbessern kann.

„Wir sind heute zuversichtlicher denn je, dass wir den Hunger
überwinden können, wenn wir uns nicht auf dem Erreichten ausruhen“,
sagte Klaus von Grebmer vom Internationalen Forschungsinstitut für
Ernährungs- und Entwicklungspolitik (IFPRI) in Washington DC. „Wir
brauchen innovative Ideen, damit sich alle nachhaltig ausreichend und
ausgewogen ernähren können.“

Der Welthunger-Index erscheint 2015 zum zehnten Mal und erfasst
die Hungersituation in 117 Ländern.

Den Welthunger-Index 2015 und die digitale Pressemappe finden Sie
unter: www.welthungerhilfe.de/pressemappe-welthungerindex2015.html

Bewegtbildmaterial zum Download auf Anfrage

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand:
Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu
langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit
einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur
Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 7.733
Projekte in 70 Ländern mit 2,84 Milliarden Euro gefördert – für eine
Welt ohne Hunger und Armut.

Pressekontakt:
Deutsche Welthungerhilfe e. V.
Pressestelle
Friedrich-Ebert-Straße 1
53173 Bonn

Ansprechpartner:
Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228 / 22 88 -132
Mobil 0172 – 25 25 962
simone.pott@welthungerhilfe.de

Assistenz: Jessica Kühnle
Tel 0228 / 22 88 -454

presse@welthungerhilfe.de

www.welthungerhilfe.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.



Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de