Wenn der Arzt dem Pflegedienst folgt / Private Pflegedienste engagieren sich für eine flächendeckende Versorgung in ländlichen Regionen Brandenburgs

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Dass es in Berge in der Prignitz nach Jahren
nun wieder einen niedergelassenen Hausarzt gibt, ist aus dem
Engagement des privaten ambulanten Pflegedienstes vor Ort
hervorgegangen. Dr. Thorsten Hörmann nutzt seine Praxisräume vier
Tage pro Woche im Gebäude einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft
des örtlichen Pflegedienstes. „In vielen kleinen Orten in Brandenburg
sind wir als Pflegedienste die wichtigsten Ansprechpartner für ältere
und pflegebedürftige Menschen. Da sehen wir uns auch in der Pflicht,
an einer möglichst guten medizinischen Betreuung unserer Patientinnen
und Patienten mitzuwirken“, sagt Betreiberin Marlis Lenz.

Der ambulante Dienst ist damit innerhalb weniger Jahre zu einem
wichtigen Baustein im Gemeinwesen der strukturschwachen Region
geworden, wo das private Familienunternehmen inzwischen zudem eine
Tagespflegeeinrichtung betreibt.

„Unsere Mitgliedsdienste sind überall in Brandenburg nah an den
Menschen und spüren, wie häufig eine gut ausgebaute medizinische
Infrastruktur inzwischen fehlt“, erklärt auch die brandenburgische
Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer
Dienste e.V. (bpa) Ellen Fährmann. „Für diese Unternehmer gehört es
einfach dazu, Verantwortung für ihre Regionen zu übernehmen.“

Fährmann sieht in einer intensiveren Einbeziehung der ambulanten
Pflegedienste die eigentliche Lösung für Regionen in Brandenburg, in
denen bereits niedergelassene Ärzte fehlen. „Wir sind ohnehin jeden
Tag bei unseren Patienten und in den Gemeinden, da können wir gut als
Schnittstelle zum Hausarzt dienen und diesen entlasten oder
informieren. Unseren Fachkräften entsprechende Behandlungsleistungen
zu übertragen, ist sinnvoller, als neue Modelle wie AGNES 2 mühsam
aufzubauen“, appelliert Fährmann an die Krankenkassen und das Land.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa)
bildet mit mehr als 8.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon über
250 in Brandenburg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter
sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der
ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und
der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa
organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund
260.000 Arbeitsplätze und circa 20.000 Ausbildungsplätze (siehe
www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das
investierte Kapital liegt bei etwa 20,6 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Für Rückfragen: Sabrina Weiss, Landesreferentin Brandenburg, Tel.
030/338 47 52 50, www.bpa.de

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