Weser-Kurier: Kommentar von Hans-Ulrich Brandtüber die Bundeskanzlerin

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Die Aktion hat Symbolcharakter: Wäre Angela Merkel
Landwirtschaftsministerin, dann würde der Landshuter Landrat Peter
Dreier ihr wohl eine Fuhre Mist vor das Ministerium in Berlin kippen.
Doch weil Merkel im Kanzleramt maßgeblich auch die deutsche
Flüchtlingspolitik bestimmt, schickt er ihr einen Bus mit
Asylbewerbern. Die Botschaft könnte deutlicher nicht sein – sie
lautet: Sieh zu, wie du damit klar kommst. Ich kann sie jedenfalls
nicht mehr unterbringen! Doch damit nicht genug der schlechten
Nachrichten für Merkel. Die bisher so allmächtige Regentin muss sich
auch gegen aufbegehrende CDU-Abgeordnete zur Wehr setzen. Immerhin 40
von insgesamt 254 von ihnen sprechen der Kanzlerin ihr Misstrauen
aus, indem sie sie per Antrag zwingen wollen, die Grenzen zu
schließen. Das ist mehr als nur ein plakativer Akt des Protests, es
könnte zum Dolchstoß werden. Schon länger rumort es in der Fraktion.
Bisher konnte Merkel mit ihrer Unersetzbarkeit punkten, doch wie
lange noch? „Nicht Sorgen benennen, sondern Lösungen finden“, so
formuliert die Kanzlerin selbst den Kern ihres Problems. Viel Zeit
wird ihr dafür nicht mehr bleiben.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
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