Weser-Kurier: Kommentar von Iris Hetscherüber Kritik an Subventionen

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Oh Freunde, welch fiese Töne! So wird man am
Theater Bremen in Abwandlung eines Zitats aus der „Ode an die Freude“
über die Attacke des Bundes der Steuerzahler geseufzt haben. Zum
Spielzeit-Start empört sich dieser über das viele Geld, das die
öffentliche Hand für Theatergänger ausgibt – aber nicht für kaputte
Schuldächer oder Schwimmbäder. Denn das ist der Unterton, der bei
dieser Kritik stets mitschwingt, und den es immer zurückzuweisen
gilt. Das muss man in diesem Fall mit Blick auf die offenbar
zweifelhaften Berechnungen sowieso. Aber auch grundsätzlich hat
Kultur einen unantastbaren Eigenwert, weil sie Horizonte, Bildung und
Wissen erweitert und deshalb als förderwürdig in die Landesverfassung
eingeschrieben ist. Das Theater spart unter Intendant Börgerding
zudem nicht nur erfolgreich, es ist auch bestrebt, das Haus für
möglichst viele Bremer zu öffnen. Das passiert nicht nur mit
verbilligten Tickets, sondern auch mit Projekten für Jugendliche,
Migranten, Ältere. Das Geld der Stadt ist daher gut angelegt, und das
Theater längst nicht mehr der Elfenbeinturm, von dem der
Steuerzahlerbund Beifalls heischend gern ein oder zwei Stockwerke
abtragen würde.

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Weser-Kurier
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