Weser-Kurier: Kommentar von Jörn Seidel über Baumpflege in bremen

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Es mag verwunderlich klingen, dass die
Haushaltsnotlage-Stadt Bremen geschätzte eine Million Euro ausgibt,
um ihren Baumbestand in einem digitalen Kataster zu erfassen. Gibt es
keine dringenderen Probleme? Gibt es. Doch auf lange Sicht wird sich
das Kataster auszahlen. Der digitale Überblick über den
Gesundheitszustand der Bäume hilft, überflüssige Kontrollen zu
vermeiden. Das spart Zeit und Geld. Und das ist gut so. Fragt sich
nur: Was nützt so ein Kataster, wenn das Personal fehlt, um sich
ausreichend um kranke Bäume zu kümmern? Es kann nicht sein, dass
sogar Beiräte für die Grünpflege zahlen, wo der städtische
Umweltbetrieb seine Pflicht nicht erfüllt. Gut möglich, dass die
Halbierung des Baumpflege-Personals in den zurückliegenden 30 Jahren
zu krass war. Der Umweltsenator sollte diesen Notstand überprüfen.
Doch es wäre vermessen, vor lauter Grün die Finanznot des Landes aus
dem Blick zu verlieren. Der Personalmangel ist längst nicht die
Ursache aller Probleme. Beschwerden von Anwohnern muss der
Umweltbetrieb ernster nehmen als bisher. Bürger und Behörden müssen
mehr miteinander reden. Aber genauso ist auch jede Dickschädeligkeit
von uneinsichtigen Bürgern fehl am Platze. Wer unnötig mit eigener
Säge Bäume verstümmelt, hat nicht verstanden, dass man in der Not
zusammenhält.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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