Weser-Kurier: Kommentar von Jürgen Theiner über die Pläne für ein geschlossenes Heim in Bremen

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Wie soll man mit geflüchteten Jugendlichen umgehen,
die fortlaufend Straftaten begehen, aber nicht in ihre Heimatländer
abgeschoben werden können? Der Senat hat sich in dieser Frage mühsam
zusammengerauft. Seinem Konzept sind die widerstreitenden
Überzeugungen der beiden Koalitionspartner deutlich anzusehen. Die
SPD setzte die von ihrem Regierungspartner lange bekämpfte
geschlossene Unterbringung einiger Delinquenten durch. Im Gegenzug
bekamen die Grünen eine Aufstockung der Straßensozialarbeit und
zusätzliche intensivpädagogische Betreuungseinrichtungen zugestanden,
die ohne Freiheitsentzug funktionieren sollen. Das Ganze wird viel
Geld kosten und bestenfalls auf längere Sicht Erfolge zeitigen. Ein
kurzfristig wirksames Patentrezept gegen die „Antänzer“-Plage zu
erwarten, wäre allerdings auch naiv. Keine vergleichbare Großstadt
kann damit aufwarten. Das Problem wird Polizei und Öffentlichkeit so
lange weiter beschäftigen, wie es die unkontrollierte Zuwanderung und
deren Ursachen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge gibt. Also
noch auf unbestimmte Zeit.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
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