Weser-Kurier: Kommentar von Kathrin Aldenhoffüber Legionellen-Erkarankungen in Bremen

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Die Bürger werden informiert, wann es den Behörden
in den Kram passt. Im November passte es ihnen wohl nicht so gut,
deshalb wird erst Wochen später bekannt, dass im November ein Mann in
Bremen an der Legionärskrankheit starb. Die Behörden entschieden sich
am Freitag, die Öffentlichkeit nun doch zu unterrichten, denn
inzwischen gibt es schon einen zweiten Toten. Auch er starb an der
Legionärskrankheit; wie im ersten Fall vermuten die Behörden als
Quelle der Infektion eine Rückkühlungsanlage. Es ist verständlich,
dass die Behörden keine Panik verbreiten wollen. Aber: 23
Legionellen-Fälle im vorigen Jahr, 17 neue Fälle seit Mitte Februar –
das sind zusammen mehr Infektionen als insgesamt in den vergangenen
zehn Jahren in Bremen. Damit an die Öffentlichkeit zu gehen, war
höchste Zeit. Nicht, weil es viel an der Situation ändert. Es muss
sich erst noch zeigen, ob die Quelle der Infektionen nun schneller
gefunden wird. Immerhin suchen die Behörden ja schon seit drei
Monaten danach. Aber es ist wichtig, dass die Bremer wissen, was in
ihrer Stadt geschieht. Auch, wenn sie das beunruhigen könnte.

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