Weser-Kurier: Kommentar von Max Polonyi zu Selbstverletzungen im Internet

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Das Internet konstruiert nicht die Realität, es
spiegelt sie in allen Facetten, auch den schmutzigen: Pornografie,
Drogen, Gewalt – wer nach Abgründen sucht, wird welche finden. Das
ist wie im echten Leben, nur dass Suchende nicht durch dunkle
Großstadt-Gassen streunen müssen. So ist es einfacher,
Selbstverletzungs-Fotos bei Facebook zu posten, als Klassenkameraden
auf dem Schulhof die Narben zu zeigen. Die Hemmschwelle ist
niedriger, reale Probleme werden sichtbarer. Deshalb haben
Plattformbetreiber die Pflicht, derartige Profile zu löschen. Und
zwar deutlich konsequenter als bisher. Doch viel wichtiger, als sich
auf den guten Willen von US-Konzernen zu verlassen, ist, Kinder im
Internetumgang zu schulen. Medienkompetenz gehört zur Erziehung wie
das Wissen, dass man nur bei grüner Ampel über die Straße geht. Das
Netz wird dauerhaft Bestandteil unseres Alltags bleiben. Der Trick
ist, Kinder so zu erziehen, dass sie nicht bei rot über die Straße
laufen wollen. Denn der Verkehr wird nicht abgeschafft.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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