Weser-Kurier: Kommentar von Michael Brandtüber die Bürgerwehr in Schwanewede

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Sie marschieren wieder. Nachts formieren sich
braune Bürger und laufen Patrouille um die Lützow-Kaserne in
Schwanewede. Dort sind seit Kurzem rund 1200 Flüchtlinge in einer
Notunterkunft untergebracht. Dass die fremdenfeindliche
Law-and-Order-Fraktion das staatliche Gewaltmonopol in die eigene
Hand nimmt, dürfen sich Polizei und Innenbehörde nicht gefallen
lassen. Die Wehr muss gestoppt werden. Wer angesichts der
angespannten Lage indes verharmlosend von „Spaziergängern“ spricht,
nimmt in Kauf, dass es in den Seitenstraßen um die Kaserne zu
Selbstjustiz kommt. Nach der versuchten Brandstiftung in einem
Flüchtlingszelt in Blumenthal sind die Aktivitäten der Wehr das
zweite dringliche Signal, die rechten Umtriebe in Bremen-Nord und
umzu ernster zu nehmen. Das rechte Lager hetzt seit Monaten im
Internet. Dort wird inzwischen unverhohlen dazu aufgerufen, Gewalt
auszuüben und Unterkünfte anzuzünden. Die hemmungslose Hetze im Netz
wirkt sich auf das Zusammenleben aus. Damit sind im Internet und auf
der Straße Grenzen überschritten.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
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