Weser-Kurier: Kommentar von Moritz Döbler über die Kölner Übergriffe

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Der Fall sprengt Dimensionen. Das Bremer Antanzen
wirkt jedenfalls fast lieblich dagegen. In der Silvesternacht haben
Gruppen von Nordafrikanern und Arabern mitten in Köln Frauen gezielt
sexuell bedrängt und ausgeraubt – so stellt es die Polizei dar, und
es gibt kaum Zweifel, dass es so war. Eigentlich müssen die Täter die
ganze Härte des Straf- und des Ausländerrechts zu spüren bekommen.
Aber die Strafverfolgung stockt. Denn die Polizei hatte die Lage
nicht erfasst. Am Morgen danach erklärte sie nur, man habe den Platz
geräumt, um eine Massenpanik wegen der Böller zu verhindern. „Trotz
der ungeplanten Feierpause gestaltete sich die Einsatzlage
entspannt“, hieß es. Von den Übergriffen wollen die Beamten erst
erfahren haben, als die Opfer Anzeigen erstatteten. Der Fall ist
Wasser auf die Mühlen von Rassisten. Das darf aber kein Grund sein,
die Augen zu verschließen – die Tätergruppen müssen benannt und
identifiziert werden, um solche Vorfälle zu verhindern. Wenn
Polizisten Fußball-Hooligans hinterherrennen, aber diese Gewalttäter
gewähren lassen, läuft etwas schief.

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