Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holstüber die AfD

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Bremen macht den Anfang. Keine fünf Wochen nach der
Bürgerschaftswahl ist die AfD-Fraktion bereits Geschichte. Drei von
vier Abgeordneten kehren der Partei den Rücken. Auch der
Landesvorsitzende Christian Schäfer schmeißt seinen Posten hin. Die
AfD bekommt nach dem Parteitag vom vergangenen Wochenende einen
Aderlass zu spüren. Mindestens 600 Mitglieder sind ausgetreten, nicht
zuletzt liberal-konservative Spitzenkräfte wie Hans-Olaf Henkel sind
davonlaufen. Nun hat auch AfD-Gründer Bernd Lucke die Partei
verlassen. Er will nicht als liberales Deckmäntelchen für eine stramm
nach rechts tendierende Partei dienen. Dennoch könnte Lucke die
Weichen für die Zukunft der AfD stellen. Wird er mit einer liberalen
„Rumpftruppe“ der nach rechts gerückten Partei um Frauke Petry Paroli
bieten? Am Donnerstag könnte die Entscheidung fallen. Lucke
liebäugelt damit, auf Basis seiner Initiative „Weckruf 2015″eine
„neue AfD“ zu gründen. Ob allerdings für eine „Lucke-AfD“ und eine
„Petry-AfD“ im Parteienspektrum Platz ist, darf bezweifelt werden. Es
könnte der erste Schritt zur Bedeutungslosigkeit sein. Republikaner,
Schill-Partei und Piraten haben es vorgemacht.

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