Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodoch zum Streit um Gymnasien

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Auch zu Ostern kann von Frieden an den
niedersächsischen Schulen keine Rede sein. CDU und FDP treiben nicht
nur die rot-grüne Landesregierung mit etlichen Parlamentsanfragen.
Sie nutzen auch noch das so gewonnene Datenmaterial, um ihre Finger
in einige offene Wunden der Politik von Kultusministerin Frauke
Heiligenstadt (SPD) zu legen. Auch wenn manche Zahlenfuchserei
kleinlich wirkt: Es ist das gute Recht, ja geradezu die Pflicht der
Opposition. Und in der Tat tut sich Rot-Grün schwer mit dem Verdacht,
man wolle den Gymnasien ans Leder. Zu viele Reformpunkte und auch
manch ungeschickte Aussagen wie zuletzt von der grünen
Fraktionsvorsitzenden Anja Piel über die „Zusammenrottung von
Unternehmerkindern“ an Gymnasien deuten einfach zu sehr auf eine
Bevorzugung der Gesamtschulen hin. Ministerpräsident Stephan Weil
(SPD) darf sich da nicht wundern, dass viele Betroffene seinen
gegenteiligen Beteuerungen keinen Glauben schenken mögen. Dabei
können es sich SPD und Grüne überhaupt nicht leisten, den bei Eltern
und Schülern so beliebten Gymnasien den Garaus zu machen. Aber
vielleicht sollte die Regierung ein Bekenntnis zu dieser Schulform
dann auch einmal mit praktischen Verbesserungen für Unterricht,
Schüler und Lehrer unterstreichen.

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Weser-Kurier
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