Weser-Kurier: Kommentar von Peter Mlodochüber die Niedersachsen-CDU

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Mit seinem überraschend erklärten Verzicht auf die
CDU-Spitzenkandidatur bringt Parlamentspräsident Bernd Busemann
seine Partei gehörig in die Bredouille. Zwar wird intern die Lage
einfacher, weil sich der zuletzt noch übrig gebliebene Widersacher
von Ex-Kultusminister Althusmann endgültig aus dem Rennen
verabschiedet hat. Dadurch aber wird das Rumeiern der Union in dieser
wichtigen Personalfrage komplett absurd. Wenn es doch nur noch einen
einzigen Bewerber als Herausforderer von SPD-Ministerpräsident Weil
gibt, warum nennt man ihn dann nicht endlich auch? Das sture
Festhalten an dem einst vereinbarten Fahrplan, erst nach der
Kommunalwahl den Namen öffentlich zu machen, ist nicht nur
lächerlich. Es beschädigt auch Althusmann. Noch bevor der frühere
Berufsoffizier antritt, steht er als zögerlich da. Sein Ruf, ein
durchsetzungsstarker Macher zu sein, leidet. Führungsstärke, das gilt
auch für die Parteispitze um Landeschef David McAllister, sieht
anders aus. Busemann hat ihnen das Heft des Handels aus der Hand
genommen – eine gelungene Rache dafür, dass sie ihn nie wirklich als
Kandidaten wollten.

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