Weser-Kurier: Kommentar von Ralf Michel zur Planung der A 281 in Bremen

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Zugegeben, die Vorstellung, dass die Kreuzung in
Kattenturm mehr als vier Jahre lang zur Großbaustelle wird, lässt den
staugeplagten Autofahrer Schlimmes befürchten. Schon heute quält sich
der Berufsverkehr morgens wie abends in langen Kolonnen über diesen
Knotenpunkt. Und nun soll dort über Jahre hinweg auch noch der Tunnel
wegfallen? Natürlich ist Skepsis angebracht, wenn die Planer
beteuern, dass die Kreuzung trotz allem leistungsfähig bleibt. Zumal,
wenn man bedenkt, wie sensibel das gesamte Bremer Verkehrssystem
ohnehin schon ist – manifestiert in kilometerlangen Rückstaus, die
sich selbst bei kleinen Störungen innerhalb kürzester Zeit bilden.
Aber genau das ist der Punkt. Denn das Verkehrschaos, das die
Kritiker fürchten, ist längst Realität. Nicht nur zu Stoßzeiten an
der Kreuzung in Kattenturm, sondern vor allem auf der Neuenlander
Straße. Wer je unter Zeitdruck zum Flughafen wollte, weiß, wovon die
Rede ist. Deshalb ist gerade hier der Tunnelblick fehl am Platze.
Deshalb wird die A281 doch gebaut. Damit sich etwas ändert. Damit
es besser wird. Und aus dieser Perspektive gibt es noch eine ganz
andere Vorstellung, vor der dem staugeplagten Autofahrer graut. Dass
dieser Bauabschnitt noch einmal in die juristische Mühlen gerät und
aus viereinhalb Jahren eine Endlos-Warteschleife wird.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
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