Weser-Kurier: Kommentar von Ralf Michel zurÜberlastung der Bremer Polizei

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An bestimmte Signale, die die Polizei aussendet,
hat man sich in Bremen längst gewöhnt. An die niedrige
Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen zum Beispiel. Die liegt
derzeit bei 6,9 Prozent. Sorry, liebe Bürger, aber mehr ist einfach
nicht drin. Oder an die Probleme bei der Auswertung von
sichergestellten Speichermedien. Daten von den Festplatten der
Ganoven auslesen? Gerne doch, aber nicht mehr in diesem Jahr. Ist
einfach nicht zu schaffen, weder personell noch technisch. Dass es
jetzt sogar bei den Ermittlungen von Kapitaldelikten personell eng
wird, ist neu. Und da mag man von offizieller Seite noch so sehr
beteuern, alles im Griff zu haben – das Signal, das von dieser
Botschaft ausgeht, ist verheerend. Woher soll denn das Vertrauen der
Bürger in die Polizei noch kommen, wenn selbst die Bearbeitung von
Tötungsdelikten an personelle Grenzen stößt? Rot-Grün hat viel zu
besprechen dieser Tage bei den Koalitionsverhandlungen. Das Thema
personelle Ausstattung der Polizei gehört dabei ganz oben auf die
Agenda.

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