Weser-Kurier: Kommentar von Sara Sundermannüber Inklusion in Bremen

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Mehr Personal ist nicht das Einzige, worüber man
reden muss, wenn es darum geht, die Inklusion an Bremer Schulen zu
verbessern. Das Gelingen eines gemeinsamen Lernorts für Kinder mit
höchst unterschiedlichen Voraussetzungen hängt nicht nur vom
Geldbeutel des Staates ab. Sondern auch von der Einstellung in den
Kollegien, vom Schalter im Kopf. Davon, ob sich ein Schulleiter
gemeinsam mit seinem Team auf diese Idee einer Schule für alle
einlässt, zu der sich Bremen per Gesetz bekennt. Allerdings: Die
personelle Ausstattung hat in einem Bundesland wie Bremen eine
besonders große Bedeutung. Weil Bremen – anders als andere
Bundesländer – die Inklusion eben nicht stufenweise oder auf
freiwilliger Basis an einzelnen Modellschulen eingeführt hat. Sondern
flächendeckend und verpflichtend für alle Schulen. Und das als
Haushaltsnotlageland. Das kann man radikal verrückt nennen – oder
konsequent. Klar ist: Die Bremer Inklusion ist und bleibt ein
gewaltiger Kraftakt, vor allem für die Beschäftigten, die diese
politische Vision – manche sagen: Utopie – umsetzen sollen. Hinzu
kommt noch, dass es in einem Land wie Bremen, in dem viele Familien
mit Armut, Arbeitslosigkeit und Sprachproblemen ringen, auch viele
verhaltensauffällige Kinder gibt. Kinder, die einen normalen
Unterricht zum Teil schlicht sprengen. Es ist gut, dass die Inklusion
an Bremer Schulen in diesem Jahr überprüft wird. Und es ist gut, dass
schon jetzt wieder mehr darüber diskutiert wird, was Inklusion
bedeutet.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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