Weser-Kurier: Kommentar von Silke Looden zur Veröffentlichung von Prämienempfängern

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Die Veröffentlichung der Prämienempfänger von
EU-Agrarhilfen im Internet ist zunächst einmal ein Wert an sich.
Lange hat das Image der EU darunter gelitten, dass Subventionen in
dunklen Kanälen versickerten. Endlich kann jeder nachlesen, welcher
Landwirt aus welchem Ort wie viel Unterstützung aus Brüssel bekommt.
Tatsächlich aber bringt die Information über die Direktzahlungen erst
dann etwas, wenn klar ist, wofür das Geld verwendet wird. Genau das
aber gibt die Datenbank der Bundesanstalt für Landwirtschaft und
Ernährung nicht her. Der interessierte EU-Bürger wird mit einer Summe
allein gelassen, deren Aussagekraft gleich Null ist. Echte
Transparenz sieht anders aus. Die Prämien werden pro Hektar gezahlt
und sind unter anderem an Umweltauflagen gebunden. Welche Auflagen?
Warum pro Hektar? Niedersachsens Landwirtschaftsminister Meyer
fordert zu Recht, dass Steuergelder für öffentliche Leistungen
ausgegeben werden sollten. Ein Landwirt, der sich um den
Trinkwasserschutz verdient macht, sollte mehr Hilfe aus Brüssel
erhalten als einer, der über die Fläche Kasse macht.

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Weser-Kurier
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