Weser-Kurier: Kommentar von Stefan Lakeband zur Ausbildungsstatistik

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Mathematik – vor wohl kaum einem anderen Fach haben
Schüler so großen Respekt, oft sogar Angst. Zahlen, Unbekannte,
Formeln. Dabei gibt es in der Mathematik klare Regeln. Viel mehr
Angst sollten Schüler davor haben, wenn sie selbst zur Zahl werden –
beispielsweise in der Statistik der Ausbildungsplatzsuchenden. Denn
dort gehen sie in der großen Masse unter, wenn sie denn überhaupt
erfasst werden. Nur wer reif für einen Ausbildungsplatz ist, wird als
offizieller Bewerber bei der Arbeitsagentur geführt. Alle anderen
müssen eine Extrarunde drehen und werden bei der Suche nach einer
Ausbildung nicht von der Agentur unterstützt. Das verzerrt die
Statistik – mit fatalen Folgen. Denn den Jugendlichen ist es egal,
welchen Status sie haben. Sie sind fertig mit der Schule und wollen
einen Ausbildungsplatz. Das ist schon so schwer genug. Fehlt dann
aber auch noch die Unterstützung vom Staat, fragen sie sich schnell:
Was soll das? Es ist eine Gleichung, die einfach aussieht, aber doch
nicht wirklich aufgeht. Unternehmen klagen über Fachkräftemangel;
Schüler mit einem Abschluss wollen einen Ausbildungsplatz. Doch
trotzdem kommen sie nicht zusammen. Das traurige Ergebnis: Die
Schulabgänger fühlen sich als Verlierer, da man sie nicht will,
obwohl man sie braucht.

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