Weser-Kurier: Lucke kritisiert Banken-Stresstest

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Der Spitzenkandidat der „Allianz für Fortschritt
und Aufbruch“ (Alfa) für die Bundestagswahl, Bernd Lucke, hat die
Ergebnisse des Banken-Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht
kritisiert. „Dasselbe Datenmaterial führt zu alarmierenden
Ergebnissen, wenn man nicht die europäischen, sondern die
amerikanischen Stresstestregeln anwendet“, schrieb Lucke in einem
Gastbeitrag für den in Bremen erscheinenden „Weser-Kurier“
(Freitag-Ausgabe). In diesem Fall ergebe sich statt festgestellten
Unterkapitalisierung in Höhe von 5,6 Milliarden Euro eine
Unterkapitalisierung in Höhe von 123 Milliarden Euro. Nach Angaben
des einstigen AfD-Vorsitzenden würden allein der Deutschen Bank nach
dieser Berechnung 19 Milliarden fehlen. Lucke forderte in seinem
Gastbeitrag eine wesentlich höhere Eigenkapitalquote für Banken,
damit im Ernstfall nicht die Steuerzahler Bankschulden begleichen
müssten. „Die Stresstestdaten zeigen, dass die EU schnell und beherzt
handeln muss“, schrieb der Europaabgeordnete. Den Banken-Stresstest
hatten die 50 größten europäischen Geldhäuser bestanden, lediglich
die italienische Bank Monte dei Paschi verfügte über zu wenig
Eigenkapital.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
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