Weser-Kurier: Niedersachsens Bauern kündigen Widerstand gegen Agrarwende an

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Hannover. Niedersachsens Bauern wollen sich nicht
länger als „kriminelle Tierquäler“ beschimpfen lassen und machen
gegen die Agrarwende von Agrarminister Christian Meyer (Grüne) mobil.
Nach einem Geheimtreffen des Landvolks mit Ministerpräsident Stephan
Weil (SPD) und Meyer vor drei Wochen in Hannover kündigte
Landvolkpräsident Werner Hilse in einem Brief an die
Kreisvorsitzenden des Verbandes Widerstand gegen „die einseitige
Klientelpolitik“ des Ministers an. „Ich bin mir sicher, dass wir uns
als Berufsstand nicht entmündigen lassen und wenn nötig wieder
stärker öffentlich wirksamere Mittel nutzen, um auf Missstände
hinzuweisen und unsere Gemeinsamkeit zu demonstrieren“, heißt es in
dem Schreiben, das dieser Zeitung vorliegt. Hinter den Kulissen ist
bereits von Treckerblockaden und ähnlichen Aktionen die Rede. In dem
Gespräch am 16. September hatten die Bauernfunktionäre eine pauschale
Verunglimpfung der Landwirte beklagt. Meyer konterkariere den
Tierschutz, gefährde die Existenz vieler Betriebe und zerstöre durch
„kurzfristige Maßnahmen im Tagesgeschäft“ jegliche
Planungssicherheit. Staatskanzlei und Agrarministerium wiesen die
Vorwürfe zurück. Die Verbraucher seien „im Hinblick auf Sicherheit
und Qualität von Lebensmitteln sowie eine ethische Debatte über die
Nutztierhaltung“ verunsichert. Deshalb müsse man die
Herausforderungen bei Tier- und Umweltschutz gemeinsam angehen. Zu
„einem konstruktiven fachlichen Austausch“ sei man weiter bereit.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
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