Weser-Kurier: Silke Loodenüber die neue Rockergruppierung Osmanen Germania:

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Das Landeskriminalamt tut gut daran, die Osmanen
Germania im Blick zu behalten. Die neue Rockergruppe könnte die Szene
unkontrolliert aufmischen. Der vorgebliche Boxclub rekrutiert
vernachlässigte Jugendliche für den Kampfsport und schafft sich damit
einen unglaublichen Zulauf von Anhängern. Die aufgepumpten jungen
Männer lassen ihre Muskeln nicht nur im Ring, sondern auch auf der
Straße spielen. Für sie sind Hells Angels oder Bandidos schlicht
„Alt-rocker“. Die neuen Rocker kommen nicht mit Motorrädern, sondern
in Limousinen daher. Sie haben ihre eigene Kutte und ihre eigenen
Regeln. Mit martialischen Videos zeigen sie das Gewaltpotenzial, das
in ihnen steckt. Die Osamanen Germania machen keinen Hehl aus ihrer
türkisch-nationalistischen Einstellung und lassen sich von den
„Altrockern“ nichts sagen. Die neuen Rocker mit Migrationshintergrund
sind das Gegenteil von Integration. Sie stellen Gebietsansprüche und
wollen die Geschäfte im Graubereich zur Illegalität nicht länger
anderen überlassen. Es wird nicht leicht für die Kriminalisten, die
Szene unter Kontrolle zu behalten. Denn ausgerockt haben die Osmanen
Germania noch lange nicht.

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