Weser-Kurier:Über Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen schreibt Sabine Doll

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Behandlungen, die nie stattgefunden haben,
manipulierte Rezepte, ambulante Therapien, die als stationär
abgerechnet werden – das Spektrum des Betrugs im Gesundheitswesen ist
riesig. Experten gehen davon aus, dass sich der jährliche Schaden in
Deutschland auf mehrere Hundert Millionen Euro beläuft. Transparency
International spricht gar von bis zu 20 Milliarden Euro, werden
Korruption und Verschwendung dazu gezählt. Das ist der
wirtschaftliche Schaden, der dem System durch kriminelle
Machenschaften von Pflegediensten, Ärzten und anderen Anbietern
zugefügt wird. Es gibt indes noch eine Ebene. Es ist perfide, wie mit
höchster krimineller Energie das Vertrauen hilfebedürftiger Menschen
ausgenutzt wird, um sich zu bereichern. Die Menschen befinden sich in
einem Abhängigkeitsverhältnis,  sind auf fremde Hilfe angewiesen und
können nicht mal eben den Anbieter wechseln. Deshalb ist es richtig,
dass jetzt unangemeldete Kontrollen und Ermittlerteams gegen
Abrechnungsbetrug gefordert werden. Die Bremer Prüfgruppe der
Krankenkassen beweist, dass die gezielte Verfolgung mit Spezialisten
erfolgreich ist.

Pressekontakt:
Weser-Kurier
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