Weser-Kurier:Über die Belastung des Grundwassers schreibt Silke Looden:

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Es wundert nicht, dass Tierarzneimittel im
Grundwasser nachgewiesen wurden. Der massenhafte Einsatz von
Antibiotika in der Mast musste über kurz oder lang dazu führen. Wenn
wir nicht wollen, dass die medizinischen Rückstände irgendwann unser
Trinkwasser kontaminieren, müssen die Anstrengungen zur Minimierung
des Arzneimitteleinsatzes in den Ställen verstärkt werden.
Niedersachsen ist da auf einem guten Weg, will die Antibiotikamenge
in fünf Jahren um die Hälfte reduzieren. Bereits heute wird die
Abgabe kontrolliert, übermäßiger Verbrauch wird geahndet. Es wird
jedoch dauern, bis sich die Reduktion von heute auf die Umwelt von
morgen auswirkt. Zu lange wurden Nutztiere sorglos und noch dazu
vorsorglich mit Medizin vollgepumpt, um noch mehr Fleisch noch
billiger zu produzieren. Es ist also überfällig, einen Grenzwert für
Tierarzneimittel im Grundwasser einzuführen – so, wie es das
Umweltbundesamt fordert . Was für Pflanzenschutzmittel gilt, muss
auch für Medikamente gelten. Der Grenzwert allein aber löst nicht das
Problem, er kann nur vor größeren Problemen warnen.

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Weser-Kurier
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