Weser-Kurier:Über die Bremer Müllabfuhr schreibt Jürgen Hinrichs im „Weser Kurier“ vom 13. Juli 2016:

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Es ist eine Entscheidung mit Vernunft und Augenmaß,
die Müllabfuhr in Bremen nicht sofort wieder an die öffentliche Hand
zu geben. Das Risiko, sich zu verheben, wäre viel zu groß gewesen.
Die Stadt muss in der Abfallwirtschaft erst einmal wieder das
Know-how aufbauen. Sie hätte sich außerdem finanziell ungemein
anstrengen müssen, um die vielen Müllwagen anzuschaffen und einiges
sonst, was dazugehört. Nicht zuletzt wäre es auch ein Spiel mit dem
guten Willen der Bürger gewesen. Ein Wechsel löst Wut aus, wenn er
Schlechtes bringt. Und konnte man das ausschließen?

Seit die Müllabfuhr in Bremen von einem privaten Unternehmen
betrieben wird, gibt es keinen Grund zur Klage. Das System ist
stabil, bietet Verlässlichkeit und bleibt bei den Kosten im Rahmen.
Nur einmal in 18 Jahren sind die Gebühren erhöht worden – weil die
Stadt es so wollte.

Trotzdem ist es nicht verkehrt, wenn die Stadt beim Abfall, aber
auch bei der Straßenreinigung stärker Einfluss nimmt – zugunsten von
effizienten und ökologischen Lösungen und zum Wohl der Mitarbeiter,
die künftig alle nach Tarif bezahlt werden.

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